P-Konto

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P-Konto Übersicht
P-Konto anfordern


Der Begriff P-Konto bezeichnet das „Pfändungsschutzkonto“.
Dieses schützt bei einer Pfändung alle Zahlungseingänge bis zum gesetzlich festgelegten Grundfreibetrag von derzeit 1073,88 Euro (Stand: 01. Juli 2015).


Wie eröffnet man ein P-Konto?

Haben unsere Kunden ein Pfändungsbescheid erhalten, so haben sie vier Wochen Zeit, ihr Konto in ein P-Konto umzuwandeln. Der Pfändungsschutz gilt auch rückwirkend für den Kalendermonat, in dem das Konto gepfändet wurde.

Unsere Kunden können ihr Konto schnell und unkompliziert, online im eingeloggten Bereich unter "P-Konto" umwandeln.


Wie kann der Grundfreibetrag erhöht werden?

Bei Unterhaltsverpflichtungen kann der Grundfreibetrag um folgende Beträge erhöht werden:

  • Weiterer Freibetrag für 1. Person: 404,16 Euro
  • Weiterer Freibetrag für 2. bis 5. Person: 225,17 Euro

Bei Bezug von Kindergeld wird der Freibetrag um den entsprechenden Betrag erhöht.

Die Erhöhung des Freibetrags ist einfach, denn es genügt eine Bescheinigung vom Arbeitgeber, Sozialleistungsträger oder der Familienkasse (bei Bezug von Kindergeld). Das entsprechende Dokument ist uns im Original vorzulegen.

Unsere Kontaktdaten finden PayCenter Kunden hier.


Wie kann man das P-Konto wieder in ein normales Guthabenkonto umwandeln?

Falls unsere Kunden das eingerichtete P-Konto wieder in ein Konto ohne Pfändungsschutz umwandeln möchten, finden sie im Menüpunkt "Pfändungsschutz" unter dem Link "PKonto Kündigung" ein PDF zu herunterladen.

Das Dokument zur Kündigung der P-Konto-Funktion muss vom Kunden unterschrieben werden. Anschließend wird das Dokument entweder per Fax, per eMail oder per Post an PayCenter geschickt, wo es durch die zuständigen Mitarbeiter schnellstmöglich bearbeitet wird.

Die Kündigung der P-Konto-Funktion ist nur möglich, wenn keine Pfändung für das Konto vorliegt!


Wichtige Informationen zu meinem P-Konto

  • sollte keine Pfändung auf dem Konto eingehen, können unsere Kunden über ihr komplettes Guthaben verfügen
  • keine Kontosperrung oder Kontokündigung bei einer Pfändung
  • monatlicher Freibetrag von derzeit 1073,88 Euro, über den frei verfügt werden kann
  • höherer Freibetrag kann bei Unterhaltsverpflichtungen, Kindergeldbezug u.a. eingerichtet werden (Bescheinigungskopie abgeben)
  • im Falle einer Pfändung können unsere Kunden alle Pfändungsdetails (abgeschöpfte Beträge, aktive Pfändungen,
    inaktive Pfändungen, stillgelegte Pfändungen, getilgte Beträge und Freibeträge) einsehen


Probleme die beim P-Konto auftreten können

Abschöpfung von nicht verbrauchtem Guthaben

Da das P-Konto nicht als Sparkonto genutzt werden darf, muss das Guthaben spätestens nach dem zweiten Monat ausgegeben worden sein. Andernfalls erfolgt eine Abschöpfung und Überweisung an den Gläubiger.

Beispiel:
Der Kunde erhält im Januar sein Gehalt in Höhe von 1.000 Euro. Im Laufe des Januars und Februars hat der Kunde jedoch nur Ausgaben (hierzu zählen Überweisungen,MasterCard-Transaktionen und Bargeldabhebungen) in Höhe von 900 Euro. Daher erfolgt im Februar zum Monatsletzten um Mitternacht eine Abschöpfung von 100 Euro.


Monatsende- /Monatsanfangsproblem

Da Sozialleistungen und Lohn oft zum Monatsletzten überwiesen werden, kann es vorkommen, dass eine Überweisung erst verspätet gutgeschrieben wird und es so zu zwei Geldeingängen in einem Monat kommt. Dadurch wird der Freibetrag des P-Kontos meist überschritten. Um diesem Monatsanfangsproblem entgegenzuwirken, erfolgt unter bestimmten Umständen eine Wiederfreigabe der abgeschöpften Beträge im Folgemonat.


Gutschrift, berechnet sich nach folgender Formel

Abschöpfungen aus dem aktuellen Monat - Übertrag aus dem Vormonat = Übertrag in den Folgemonat

Ist dieser Betrag negativ, erfolgt kein Übertrag. Ist dieser Betrag positiv, erfolgt ein Übertrag (bis max. zum eigenen Freibetrag).


Konkretes Beispiel

Der monatliche Gehaltseingang beträgt 900 Euro. Durch eine verspätete Überweisung wurden 900 Euro am ersten des Monats und dann regulär wieder am letzten des Monats gutgeschrieben. Dadurch wurde der Freibetrag von 1.073,88 Euro um 726,12 Euro überschritten und wird abgeschöpft.


Berechnungsformel für den Übertrag

900,00 Euro + 900,00 Euro = 1.800,00 Euro
1.800,00 Euro - 1.073,88 Euro = 726,12 Euro
726,12 Euro 0,00 Euro = 726,12 Euro


Es erfolgt ein Übertrag in den Folgemonat über 726,12 Euro. Der Betrag wird unseren Kunden automatisch am 01. des Folgemonats gutgeschrieben. Da nun bereits ein Geldeingang in Höhe von 726,12 Euro vorhanden ist, können in diesem Monat noch 347,76 Euro eingehen, ohne dass es zu einer Abschöpfung kommt.


Historie der Freibeträge

Jahr bis 2010 ab 2011 ab 2013 ab 2015
Grundfreibetrag 985,15 1028,89 1045,04 1073,88
weiterer Freibetrag für 1. Person 370,76 387,22 393,30 404,16
weiterer Freibetrag für 2. bis 5. Person 206,56 215,73 219,12 225,17


FAQ

Ich habe in diesem Monat mein Girokonto in ein P-Konto umwandeln lassen. Am Ende dieses Monats wurde meine Sozialhilfe für den kommenden Monat gutgeschrieben. Nun bekomme ich den Betrag nicht ausbezahlt. Da dieser Betrag angeblich dem Gläubiger zusteht, weil der Freibetrag für diesen Monat durch meine Verfügungen schon ausgeschöpft sei. Können Sie mir weiterhelfen?

Das Gesetz ordnet an, dass der Inhaber eines P-Kontos über das gepfändete Kontoguthaben jeweils monatlich in Höhe des Freibetrags verfügen kann. Die Banken haben daher zu gewährleisten, dass, unabhängig vom Zeitpunkt von Gutschriften, der monatliche Freibetrag für den Kunden zur Verfügung steht. Zahlungen am Monatsende können daher am Ende des Kalendermonats nur an den Gläubiger ausgekehrt werden, soweit das Guthaben den monatlichen individuellen Freibetrag für den Folgemonat übersteigt. Ziel des Gesetzes ist somit, dass Sozialleistungen, die am Monatsende eingehen, den Empfängern im nächsten Monat zur Verfügung stehen.



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